Bernhard Cevela

Landwirtschaftlicher Arbeiter. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1907    † 1942

 

Lebenslauf

Bernhard Cevela wurde am 13.1.1907 in Babice (Mähren) geboren. Er war landwirtschaftlicher Arbeiter.

Leistung von Beiträgen für die KPÖ

Bernhard Cevela leistete Beiträge für die KPÖ.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Am 22. 8. 1941 wurde Bernhard Cevela verhaftet und am 5. 9. 1942 gemeinsam mit Rupert Grünzweig und Wenzel Schmid (beide hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 18.12.1942 erfolgte seine Hinrichtung im Landesgericht I in Wien.

Aus der Anklageschrift vom 6. 5. 1942

„Im Herbst 1938 kaufte Cevala auf Drängen des Schmid einen Rundfunkempfänger, weil man bei ihm, wie Schmid sagte, leicht Auslandsnachrichten abhören könne. Schmid kam dann in der Folgezeit wiederholt zu Cevala und stellte den Apparat auf den Moskauer Sender ein. Nach Kriegsausbruch erschienen dann bis etwa Anfang 1941 ein- bis zweimal im Monat die oben genannten Personen bei Cevala und hörten gemeinsam die Sender Toulouse, Paris, London und Moskau ab (…) Bei diesen Zusammenkünften wurden kommunistische Ansichten vertreten und sowohl von Schmid wie [Konrad] Lehner – zur Zeit bei der Wehrmacht – für den Kommunismus und die UdSSR Propaganda gemacht.“

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Quellen und Bildnachweise

  • Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Bild Fallbeil/Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Andere Bildrechte: Angabe bei Anklicken des Bildes (Bildinformation)
  • Andere Bilder: Privatbesitz oder Verein Zur Erinnerung

Porträt erstellt von Jürgen Heimlich, Verein Zur Erinnerung, auf Basis der angegebenen Quellen.

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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